Leder, vom Lendenschurz zum Luxus
Schon in der Bronzezeit begann die Kunst des Gerbens von Tierhäuten. Die Häute wurden von ihrem Fell befreit und mit pflanzlichen Gerbstoffen und Ölen behandelt. Unter pflanzlichen Gerbstoffen versteht man Fette, Asche, bestimmte Pflanzen oder auch Urin. Die Naturvölker benutzen diese Stoffe bis heute. Um die Haut geschmeidig zu machen, wird sie zusätzlich geknetet oder gekaut.
Die Auswahl der Lederartikel in der heutigen Zeit ist recht groß und deckt ein breites Spektrum ab. Je nach Anspruch wird das Leder von bestimmten Tieren genommen und entsprechend gegerbt. So wird bei Schuhen bevorzugt Rindsleder genommen, um die Sohle, Brandsohle oder den Rahmen herzustellen. Die Gerbung hierfür ist halb pflanzlich und halb synthetisch. Für Wander- und Sportschuhe nimmt man Ziegenleder, das stark gefettet wird, um wasserabweisend zu Taschen hat man in der Vergangenheit aus Leder von Reptilien gearbeitet, was aber in der heutigen Zeit wegen Artenschutz verboten ist.
Für Lederkleidung nimmt die Industrie gerne Ziegen-, Schaf oder Kalbsfelle, da diese leicht sind und durch ihre Chromgerbung besonders elastisch sind.
Sättel, Gürtel oder Riemen erhalten ihre Festigkeit durch eine pflanzlich-synthetische Gerbung und werden wenig gefettet.














