Minikleider

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Minikleider

In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts, den sogenannten Swinging Sixteens, wurde das Minikleid geboren.

In diesen Jahren verschmolzen wie nie zuvor Kunst, Kultur und Politik zu einer Einheit, welche eine ganze junge Generation ergriff. Mary Quant entwarf damals in ihrer Boutique "Bazaar" das erste Minikleid, welches den Dresscode völlig über den Haufen warf und bald seinen Siegeszug durch die Welt antrat.

Die 16-jährige Twiggy, ein junges Mädchen, das eher androgyn denn weiblich wirkte, wurde im Supermini zum Idol einer ganzen Generation junger Frauen, die das Minikleid auch in den wilden Hippie-Jahren als Blumenkinder trugen.

Minikleid

1965 brachte Mary Quant das Minikleid nach Amerika und wurde dort mit ihren Mannequins frenetisch gefeiert.

Die Minimode war aber auch noch mehr: Sie wurde ein Zeichen der sexuellen Befreiung der Frau und daher nicht selten von der Kirche her stark verurteilt. Es kam sogar vor, dass junge Mädchen im Frankfurt der 60er Jahre in ihren Minikleidern wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses verhaftet wurden.

Der Sieg des Minikleides jedoch war nicht mehr aufzuhalten. Schon bald nahmen sich die Modemacher der Haute Couture des kleinen Stückchens Stoff an.

Das Minikleid hat sich gehalten. Es wurde mit Maximänteln kombiniert und heute wird es gerne zu engen Hosen oder Leggings getragen. Es gibt Minikleider im Pulloverlook und taillierte, es gibt sie gesmokt, mit bunten, graphischen Mustern wie zur Hippie-Zeit oder im Japan-Look. Das Minikleid wird mit Gürteln oder Ketten aufgepeppt und sehr gern mit auffälligen Strümpfen getragen. Es gibt Minikleider in weiter Hängerform neben figurbetonten Ausführungen. Das Minikleid wirkt frech und sexy, es betont die Beine und macht sich zu Higheels genauso gut wie zu flachen Ballerinas.